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Lingnerschloss DresdenEin Schloss für alle
Außenansicht des Lingnerschlosses

Geschichte und Verantwortung

Ein Vermächtnis, das bis heute verpflichtet

Das Lingnerschloss wurde der Stadt Dresden anvertraut – mit einem klaren Auftrag: Es soll allen offenstehen.

Porträt von Karl August Lingner
Karl August Lingner (1861–1916), Unternehmer und Stifter.

Karl August Lingner und sein Vermächtnis

Karl August Lingner, Unternehmer und Stifter, prägte Dresden wie wenige andere. Er erwarb das Anwesen über der Elbe und verfügte in seinem Testament, dass es nach seinem Tod der Stadt Dresden zugutekommen solle – ausdrücklich allen Volkskreisen.

Diese Verfügung ist bis heute der Maßstab: Das Lingnerschloss ist kein privates Anwesen, sondern ein Ort, der der Dresdner Stadtgesellschaft gehört und ihr offenstehen muss.

Gerettet durch bürgerschaftliches Engagement

Nach Jahrzehnten des Verfalls hat der Förderverein Lingner-Schloß e. V. das Gebäude ab 2002 Schritt für Schritt vor dem Verlust bewahrt. Mit Spenden, Fördermitteln und unzähligen ehrenamtlichen Stunden wurden Dach, Fassade und große Teile des Innenraums gesichert.

Diese Leistung verdient Wertschätzung und Fortführung. Mehrere Gründungsmitglieder unserer Gesellschaft haben den Verein über viele Jahre begleitet, unterstützt und in Vorstandsverantwortung mitgestaltet.

Warum wir Verantwortung übernehmen

Der Erhalt eines Denkmals dieser Größe braucht eine dauerhaft belastbare Struktur: verlässliche Trägerschaft, professionelle Bauabwicklung und einen Betrieb, der sich trägt.

Genau dafür ist die Fördergesellschaft Lingnerschloss gGmbH i. G. angetreten – als bürgerschaftliche, gemeinnützige Lösung aus Dresden, die die bisherige Arbeit fortsetzt statt sie zu ersetzen.

Treuhänder eines Bürgervermächtnisses

Das Lingnerschloss wurde über viele Jahre durch den Förderverein Lingner-Schloß e. V., zahlreiche Spenderinnen und Spender sowie ehrenamtlich engagierte Bürgerinnen und Bürger erhalten, saniert und wieder öffentlich zugänglich gemacht.

Die Fördergesellschaft betrachtet diese Leistungen als besondere Verpflichtung. Sie versteht sich nicht als gewöhnliche Eigentümerin eines Immobilienprojekts, sondern als Treuhänderin eines über viele Jahre gewachsenen Bürgervermächtnisses.

Die Zukunft des Lingnerschlosses darf nicht allein von wirtschaftlichen Einzelinteressen bestimmt werden. Sie muss seiner besonderen Geschichte und seiner Bedeutung für die Dresdner Stadtgesellschaft gerecht werden.

  • Respekt vor den bisherigen Leistungen des Fördervereins
  • Würdigung der Spenderinnen und Spender
  • dauerhafte öffentliche Zugänglichkeit
  • transparente Kommunikation wesentlicher Entwicklungen
  • Einbindung ehrenamtlicher Initiativen
  • Zusammenarbeit mit Bürgerinnen und Bürgern, Vereinen und Stadtgesellschaft
  • Orientierung am testamentarischen Willen Karl August Lingners
Fassade des Lingnerschlosses mit historischen Fenstern

Der Auftrag

Der Wille Karl August Lingners

In dem Hauptgebäude ist tunlichst ein Restaurant oder Café mit billigen Preisen einzurichten.

Ich wünsche kein Etablissement für nur reiche Leute erstehen zu sehen.

Karl August Lingner, Testament

Diese Sätze aus Lingners Testament sind für uns keine historische Fußnote, sondern Maßstab. Sie entscheiden darüber, wie Gastronomie kalkuliert, wie Park und Terrassen zugänglich gehalten und wie Veranstaltungen konzipiert werden.